Rückenleiden & Ursachen

Krankheitsbilder: Osteochondrose und sekundäre Spinalkanalstenose

(1) Osteochondrose und sekundäre Spinalkanalstenose
Eine infolge von Mangelernährung geschrumpfte Bandscheibe kann nicht mehr in gleichem Umfang als Distanzhalter/Puffer dienen wie eine gesunde Bandscheibe. Die Folge ist, daß die Wirbelkörper näher zusammenrücken und stärker belastet werden. Unter dieser Belastung reagiert der Wirbelknochen: Das Gelenk nutzt sich ab, es „vergröbert“ sich. Diese Vergröberung geht oftmals einher mit einem Auswuchs des Knochens zum Rückenmarkskanal (Spinalkanal) hin. Der Rückenmarkskanal wird dadurch enger als er dies bei einer gesunden Bandscheibe wäre. In solchen Fällen spricht man von einer durch einen Bandscheibenschaden bedingten (sekundären) Spinalkanalstenose.

Wenn es zu einer solchen sekundären Spinalkanalstenose kommt, verbleibt den Nerven nur noch ein eingeschränkter Raum. Man spricht dann von einer Nervenkompression bzw. einer Kompression des gesamten Nervenbündels.

Unter dem Eindruck einer Nervenkompression klagen die Patienten über Schmerzen im Rücken und in den Beinen. Es wird zunehmend schwieriger, weitere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Oft müssen die Patienten nach wenigen Metern stehenbleiben, erholen sich dann kurzfristig und können anschließend eine weitere Gehstrecke zurücklegen, die jedoch meist kürzer ist als die erste Gehstrecke. Besonders auffallend ist, daß viele Patienten mit einer sekundären Spinalkanalstenose eine Erleichterung verspüren, wenn sie den Oberkörper etwas nach vorne nehmen. Dementsprechend wird es oft als angenehmer empfunden, leicht bergauf zu gehen, als bergab zu laufen.

Kommt es zu einer Stauchung von Gelenkkopf und Gelenkpfanne, also zu einer Stauchung der Gelenkinnenflächen („Facetten“), so spricht man von einem Facettensyndrom. Die Beschwerden dieser Patienten bestehen in morgendlichen Startschwierigkeiten, zum Teil über Stunden, sowie im Liegen beim Drehen. Ausgedehnte Gehübungen erleichtern im allgemeinen die Beschwerden beim Facettensyndrom. Die Beschwerden bestehen aus Kreuzschmerzen, zum Teil mit Ausstrahlung über das Gesäß bis zum Oberschenkel.